Entstehungsgeschichte

Begonnen hat alles mit der spontanen Idee, sich an einem Wettbewerb zu beteiligen, beim „Österreichischen Weltmusikpreis“. Obwohl Weltmusik für die Vokalistin an und für  sich noch absolutes Neuland war, kam es am 27. Oktober 2007 zur ersten Begegnung mit einem Bassisten und Perkussionisten im Studio, um ein paar Stücke für die Einreichung einzuspielen. Nach drei Stunden war alles unter Dach und Fach. Also fehlte nur noch ein Name für das Trio. Einen Monat später kam „Troica“ mit fünf weiteren von insgesamt 126 Gruppen ins Finale und ging beim Live-Konzert am 8. Dezember 2007  im Wiener Jazzclub Porgy & Bess als Sieger hervor. Der  Gewinn des "Austrian World Music Award 2007" war der Auftakt für das im Juli 2008 erschienene Debütalbum „Dor“ (Sehnsucht), das im Oktober des gleichen Jahres für den "Preis der deutschen Schallplattenkritik" nominiert wurde.

Claudia Cervenca stammt aus Rumänien und lebt seit Anfang der Neunzigerjahre in Wien. Hier studierte sie Jazz-Gesang und wandte sich später auch der freien, experimentellen Musikszene zu. Mit Troica bearbeitet sie zwar rumänisches Volksliedgut, ihre Musik geht aber weit über ihr Ursprungsland hinaus, da in den Arrangements Elemente aus der Weltmusik und der freien Improvisation vereint werden. Mit ihren beiden Musikerkollegen Jan Roder (Kontrabass) und Uli Soyka (Perkussion und Spielsachen), die ebenso langjährige Erfahrungen aus der Jazz- und frei improvisierten Musik mitbringen, begibt sich die rumänische Stimmkünstlerin auf eine weltumspannende Klangreise, die, weit über den Jazz hinaus, von sibirischen Kehlkopfgesängen über afrikanische und balkanische Rhythmen bis hin zu experimentellen Lautmalereien reicht.

„Musik kann wahrscheinlich nicht Heimat sein, aber sie kann eine Identität ermöglichen. Wenn nun die in Rumänien geborene, seit einigen Jahren in Wien lebende Sängerin Claudia Cervenca einige Lieder aus ihrer Heimat arrangiert, dann kann das identitätsstiftende Wirkung haben. Wunderbar klingt es jedenfalls, wie Cervenca mit zwei feinfühligen Kollegen, die beide meisterlich über ihre Instrumente gebieten, aus dem traditionellen Material eine zeitlose Kammermusik geformt hat: Das kitzelt die Ohren, das geht zu Herzen“,  schreibt Albert Hosp, Musikjournalist (Ö1) und Kurator des Festivals „Glatt & Verkehrt“ , in seiner CD-Empfehlung im „Frischen Südwind Herbst 2008“.

 

Claudia Cervenca
Gesang, Komposition

Geboren in Brasov, Rumänien. Jazz-Gesangstudium in Wien. Konzerte und Studioarbeit (Stilrichtung: Jazz, freie/experimentelle Musik und Ethno): „That's Jazz Quintet“, Claudia Cervenca Trio (mit Andreas Mayerhofer und Gerald Selig, CD „În vis“, erschienen 2004), Nicolas Simions Balkanprojekte, Trio „Troica“ (gegründet 2007, „Austrian World Music Award 2007“), Duo „Voiced“ (mit Hannes Schweiger), „The Phonetics“ (mit Hannes Schweiger und Hermann Stangassinger – Festival zeitgenössischer Musik und Poesie, Laab im Walde 2007). Weitere Projekte u.a. mit Oskar Aichinger (Festival für Neue Musik, Graz 2007), Katharina Klement (Festival Neue Musik „zug um zug“, Wien 2006). Unterrichtstätigkeit: Vienna Music Institute, Vienna Conservatory.   Workshops für Stimme und Improvisation.

 

 

 

Jan Roder
Kontrabass

Geboren in Lübeck. Studierte ein wenig Jazz in Hannover. Lebt nach diversen Zwischenstationen seit 1995 in Berlin. Spielte in verschiedenen Bands und Projekten, u.a. mit Alexander von Schlippenbach, Rudi Mahall, Axel Dörner, Aki Takase, Uli Gumpert, Michael Griener, Ernst-Ludwig Petrowsky, Tobias Delius, Matthias Schubert, Christof Thewes, Mircea Tiberean, Maria Raducanu u.v.a. ‚Monk’s Casino’, ‚Die Enttäuschung’ (mit Mahall, Dörner und Uli Jenneßen), ‚Skok Steidle’ (mit Mahall, Henrik Walsdorf und Oli Steidle), ‚Mrs Conception’ (mit Dörner, Delius und Steve Heather) sind nur einige der Projekte an denen er  momentan beteiligt ist. Konzertreisen in Europa, Asien, USA… Letzte Veröffentlichungen: ‚Die Enttäuschung’, ‚Soko Steidle – Blaulicht’. Soloalbum ‚Jan Roder – Double Bass’ erschienen 2008.

Uli Soyka
Schlagzeug, Spielsachen

Geboren in Wien. Autodidakt. Seit 1988 freiberuflicher Schlagzeuger, Perkussionist und Komponist vorwiegend im musikalischen Umfeld von Jazz und improvisierter Musik. Lebt und arbeitet in Wien. Lehrtätigkeit und Workshops für Schlagzeug und Percussion.

Konzerttätigkeit mit Arild Andersen, Magnus Bergström, Joszef Botos, Michiel Braam, Christoph Cech, Claudia Cervenca, Marc Copland, Klaus Dickbauer, Billy Drewes, Marko Enedi, Michael Fischer, Klaus Gesing, Hubert von Goisern, Jamey Haddad, Henrik Hallberg, Peter Herbert, Juan S. Garcia Herreros, Dieter Ilg, Wilbert de Joode, Helene la Barriere, David Liebman, Steve Lodder, Frank London, Walter Malli, Mattieu Michel, Reinhard Micko, Elias Meiri, Mulgrew Miller, Wolfgang Mitterer, Bob Moover, Wolfgang Muthspiel, Bertl Mütter, Peter Ponger, Wolfgang Puschnig, Lorenz Raab, Karl Ratzer, Uli Rennert, Ernst Rejiseger, Jan Roder, Sainkho Namtchylak, Jose Maria Saluzzi, Uli Scherer, Ravi Shankar, Elliot Sharp, Andy Sheppard, Nikolas Simion, Jarek Smietana, Burkhart Stangl, Johannes Strasser, Brad Terry, Angus“Bangus“Thomas, David Yengibarijan, Elly Wright, Andjey Zudjich, Arbos Ensemble und den Wiener Sängerknaben…
Projekte: Schul-Musikvermittlungsprojekte mit zeitgenössischer Musik im Rahmen von „Klangnetze + Moment Musik“im Rahmen des Mozartjahres ( 2005 ) - „Punitititi“,Performer in der Streetdanccompany „ Vis Plastica „, Zusammenarbeit mit ImpulsTanzVienna (Resa Steinberg ), Theatermusik: Schauspielhaus - Wien, Künstlerhaustheater u.v.a.

Konzerttourneen : Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Grönland, Italien, Kanada, Mexiko, Polen,  Rumänien, Russland, Schweiz, Slovakai, Slovenien, Spanien, Indien.
Gründer des Jazzprojekts PAN TAU – X und des eigenen
Labels P A N  T A U - X - Records www.pantau-x-records.com



design by bilcom